F-Gas-III-Verordnung: Warum die Leckageerkennung bei A2L-Kältemitteln in HLK-Systemen unverzichtbar wird

Die europäische F-Gas-III-Verordnung (EU) 2024/573 beschleunigt den Umstieg auf Kältemittel mit niedrigem Treibhauspotenzial. R-410A (GWP 2088), das in Klimaanlagen und Wärmepumpen lange Zeit vorherrschend war, wird schrittweise durch R-32 (GWP 675) ersetzt. Dieses bietet eine höhere Energieeffizienz und belastet das Klima weniger. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Verwendung fluorierter Gase mit einem GWP von über 2500 für die Wartung von Klimaanlagen und Wärmepumpen verboten. Im Jahr 2032 sinkt der Schwellenwert auf 750. Damit wird der Umstieg auf A2L-Kältemittel nicht mehr optional, sondern zu einer grundlegenden Systemanforderung.

Diese Umstellung hat eine direkte technische Konsequenz: R-32 ist gemäss ASHRAE als A2L-Kältemittel eingestuft und somit schwer entflammbar. Im Gegensatz zu den A1-Kältemitteln, die es ersetzt, kann ein R-32-Leck unter bestimmten Konzentrationsbedingungen ein entzündbares Gemisch bilden. Die Norm IEC 60335-2-40 schreibt deshalb inzwischen die Integration von Leckageerkennungssystemen in HLK-Geräte vor, die solche Kältemittel verwenden. Der Alarmschwellenwert liegt bei 25 % der unteren Explosionsgrenze (UEG).

Für Hersteller von HLK-Geräten bedeutet dies, dass bereits in der Entwicklungsphase ein zuverlässiger, kalibrierter und normkonformer Gassensor integriert werden muss. Genau dafür wurde das Modul FCM2630 von Figaro Engineering entwickelt, das bei Diltronic erhältlich ist. Das integrierte Modul verwendet einen werkseitig auf R-32 vorkalibrierten MOS-Halbleitersensor (TGS2630). Eine integrierte Temperaturkompensation gewährleistet stabile Messwerte über den gesamten Betriebsbereich. Ein proprietärer Filter reduziert den Einfluss von Störgasen wie Alkohol und Lösungsmitteln und senkt dadurch das Risiko von Fehlalarmen unter realen Betriebsbedingungen. Die Detektion erfolgt bei 3,8 % der UEG.

Das FCM2630 ist in mehreren Varianten erhältlich und lässt sich so an die Anforderungen von Systemintegratoren anpassen: Das Modell C01 mit analogem Ausgang für den Anschluss an einen externen Komparator bietet eine einfache und wirtschaftliche Lösung. Das Modell J0A verfügt über digitale Ausgänge für Überwachung, Alarm und Störung und ermöglicht eine weitergehende Integration in die Gebäudeautomation. Beide Varianten erfüllen die Anforderungen der Norm IEC 60335-2-40, Ausgabe 7.0, Anhang LL.

Auch mechanisch bietet die Halbleitertechnologie bei integrierten Anwendungen strukturelle Vorteile gegenüber NDIR-Sensoren: eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Stössen und Vibrationen, kompakte Abmessungen sowie Kosten, die eine Integration in Serienprodukte ermöglichen. Dank eines JST-Steckverbinders kann das Modul bei regelmässigen Wartungsarbeiten ausgetauscht werden, ohne dass die Verdrahtung bearbeitet werden muss.

Die Sensoren von Figaro Engineering sind bei Diltronic erhältlich. Diltronic bietet Herstellern von HLK-Geräten, die von dieser regulatorischen Entwicklung betroffen sind, technische Beratung, Bemusterung und Unterstützung bei der Integration.

Les produits apparaîtront ici